Das war die xTEDxRUB 2019

Der Audimax der Ruhr Universität in Bochum, über 1000 Gäste. Das war die TEDxRUB 2019 – und wir mittendrin.

Wir, das sind in diesem Fall Yasemin, Lennart und Tanja. Nach entspannter Anreise mit Zug und U-Bahn betraten wir das Gebäude und waren erstmal erschlagen: SO viele Menschen, die alle in Schlangen den Anfangsbuchstaben der Nachnamen nach anstanden, um ihr Badge abzuholen. Wie sollte das jemals pünktlich losgehen? Hat aber geklappt – Hut ab, das war echt gut durchgeplant! 🙂 

Wir haben uns noch ‘nen Kaffee geschnappt und dann ging es auch direkt los mit dem ersten Block. Es war ein schöner Mix aus nationalen und internationalen Speakern, die über ganz verschiedene Themen gesprochen haben, die dann aber doch alle zum Thema der TEDx “Embrace the unexpecTED” gepasst haben. Von radikalem Feminismus, wie man die Natur zurück an lokale Flüsse bringt, wie man sich auf noch nicht bekannte Gefahren im IT-Bereich vorbereitet bis dahin, wie man der nächsten Generation ein Mindset vermittelt, welches die Welt nicht untergehen lässt. Zwischen den Talks gab es außerdem noch eine beeindruckende Tanz-Performance.

Danach konnten wir uns in der Pause stärken. Die angebotenen Snacks waren vielfältig und sehr lecker. Einziges Manko: Man musste leider überall recht lange anstehen, was an sich ja nicht so schlimm ist, nur leider blieb so wenig Zeit, um mit anderen ins Gespräch zu kommen.

Waren wir vom ersten Block schon beeindruckt, hat der zweite uns völlig von den Stühlen gehauen. Los ging es mit Tabitha, die uns mit ihrer ermutigenden Geschichte zu Tränen gerührt hat. Leute echt, der Talk war der Wahnsinn! Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut beim Schreiben, wenn ich daran denke – den müsst ihr euch anschauen! Nachdem die Standing Ovations abgeklungen waren, betrat Jayôme die Bühne. Wow, dachten wir, das wird jetzt nicht einfach werden. Er fing aber direkt damit an, dass wir jetzt wohl alle erstmal ‘ne Pause bräuchten, und schaffte es, uns mit seiner besonderen Art und seinem Charisma total in den Bann seiner persönlichen Geschichte zu ziehen, die davon handelt, wie unterschiedlich er als früher Frau und später als Mann behandelt wurde und wird. Danach haben Frank und Rüdiger von ihrer unglaublichen Idee erzählt, wie sie die Früherkennung von Brustkrebs revolutionieren. Schwer beeindruckend, wirklich! Viel gesundheitsfreundlicher, schmerzfreier, besser und zusätzlich schaffen sie mit ihrer Idee neue Arbeitsplätze für blinde Personen. Einfach phänomenal. Im Anschluss folgte der Talk von Nikol, die darüber sprach, dass Irren menschlich ist und wir unser eigenes Lernen fördern können. Zwischen den Talks gabs Musik von Janou, die uns seeeehr gut gefallen hat.
Danach gings in die Pause und bereits auf dem Weg ins Foyer wurde man vom Duft frisch gebackener Waffeln angelockt – mmmh! 

Block drei startete mit Sagithjan, der uns alle dazu herausforderte, uns eine Welt vorzustellen, in der jeder, ganz unabhängig von sozialen und finanziellen Umständen, sein volles Potenzial ausschöpfen kann. Aisa ist an der Universität auf den Philippinen als Doktorandin tätig und nebenbei Gründerin: SALt ist ein soziales Unternehmen, das sich darauf fokussiert, Kerosinlaternen als Hauptlichtquelle durch eine nachhaltige, ökologisch gestaltete, metall-luftbasierte Laterne zu ersetzen, die durch die reichlich vorhandene natürliche Ressource Salzwasser aktiviert wird. Danach hat Manuel davon berichtet, wie sein eigenes Unternehmen beinahe den Bach runtergegangen wäre und wie das Herausbrechen aus den klassischen Arbeitsstrukturen und die Zusammenarbeit mit virtuellen Teams alles gerettet haben. Zuletzt stand Astrid auf der Bühne. Sie hat uns zum Abschluss mit ihrer quirligen Art noch einmal richtig motiviert, uns selbst zu erkennen und unserer inneren Achterbahn zu stellen, um eine Arbeit zu finden oder zu erschaffen, die uns begeistert und erfüllt.

Nach Dank und Verabschiedung durch die Moderatoren wurden wir zu Drinks und Networking entlassen und haben den Abend entspannt ausklingen lassen, bevor es nach einem inspirierenden Tag zurück nach Duisburg ging. Wir sind im beim nächsten Mal auf jeden Fall wieder dabei und können die TEDx in Bochum wirklich nur empfehlen!